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07.01.2010 09:26:39 Uhr
Analysten schießen sich auf Deutsche Telekom ein
Um knapp 1 Prozent geht es heute mit den Aktien der Telekom abwärts auf 10,15 Eur, nachdem die Papiere bereits gestern zu den großen Verlieren im Dax gezählt hatten. Auslöser für den Kursrutsch sind zahlreiche negative Analystenkommentare.
Die Analysten der UBS senken ihr Rating für die Papiere der Deutschen Telekom (WKN 555750) „neutral“ auf „verkaufen“, behalten aber das Kursziel von 8,70 Euro bei.
Die Experten gehen davon aus, dass sich 2010 für den Konzern als schwierig erweisen könnte. Sie gehen von einer negativen Gewinndynamik aus und haben entsprechend ihre Ebitday-Prognose auf 2 Prozent unter der Konsensschätzung angesetzt.
Zusätzlich Abwärtsrisiken sieht die UBS in den Schwellenmärkten Europas und in den USA. Zudem sei es schwierig, die Cashflow-Entwicklung vorherzusehen, sodass auch die Dividendenausschüttungen im Vergleich zur Branche weniger sicher aussehen lasse.
Auch die Analysten der WestLB bleiben bei ihrer Einschätzung „reduzieren“ und dem Kursziel von 9,22 Euro. Sie gehen ebenfalls davon aus, dass sich 2010 als schwierig für die Telekom erweisen werde. Zumal die Experten auch im US-Geschäft nur wenig Wachstumspotenzial sehen.
Darüber hinaus sind sie der Ansicht, dass im Breitbandgeschäft auf dem Heimatmarkt in Deutschland der Konkurrenzdruck durch die Kabelanbieter belaste, sodass auch das Ebtida unter Druck geraten könne.
Die Analysten der NordLB behalten zwar ihr Kursziel von 10,50 Euro bei, senken aber ebenfalls ihr Rating für die Telekom-Papiere – von „kaufen“ auf „halten“. Sie warnen vor hohen notwendigen Investitionen in Mobilfunk- und Breitbandnetze, die den Free Cashflow und die Dividendenausschüttung negativ belasten könnten.
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