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Das Anlegerportal-Interview: Uhren als KapitalanlageUhren sind im weitesten Sinne Kunstinvestments
 

Das Anlegerportal-Interview: Uhren als Kapitalanlage
Uhren sind im weitesten Sinne Kunstinvestments

Michael BrücknerAugust 2009 - Michael Brückner ist freier Journalist und vor allem Uhrensammler. In seinem Buch „Uhren als Kapitalanlage“ beschreibt der Uhrenexperte, dass Uhren eine lohnende Investition sein können: sowohl für Anleger, als auch für Liebhaber. 





Das Anlegerportal: Herr Brückner, wie kommt man als Wirtschaftsjournalist auf das Thema „Uhren als Kapitalanlage“?
Brückner: Als Wirtschaftsjournalist weiß man um die Knappheit der natürlichen Ressourcen. Besonders knapp und unkalkulierbar ist unsere Lebenszeit, daher ist sie so kostbar. Was liegt da näher, als die Zeit auch kostbar zu messen? Mag sein, dass dies nur ein Alibi ist. Tatsächlich bin ich seit Jahrzehnten vom Uhrenvirus infiziert. Und irgendwann beim Stöbern in den einschlägigen Auktionskatalogen stellte ich mit Freude fest, dass edle Uhren aus der Schweiz und Glashütte ein lukratives Investment sein können.

Das Anlegerportal: Mir fällt auf, dass Sachwerte immer beliebter werden. Sie schreiben in Ihrem Buch von „Nobelticker als Depotbeimischung“. Sind Uhren-Investments eine Modeerscheinung oder durchaus eine ernst zu nehmende Anlageform?
Brückner: Wenn Sie sich anschauen, welche Uhren heute bei Auktionen die höchsten Gebote erhalten, so sind es vor allem gesuchte Referenzen aus den 1950 und 1960er Jahren. Der Uhren-Investor braucht somit einen langen Atem. Kurzlebige modische Trends sollten beim Investment keine Rolle spielen. Der Anleger sollte auf die Klassiker setzen, das heißt, auf große Namen und gefragte Modelle. Dann macht die Anschaffung solcher Sachwerte nicht nur Spaß, sondern sie kann längerfristig auch gute Renditen einbringen.

Das Anlegerportal: In Ihrem Buch ist aber auch zu lesen: „Uhren, die glücklich machen.“ Also ein emotionales Thema, oder?
Brückner: Mal ganz im Ernst, haben Sie sich schon einmal in eine Aktie oder in einen Goldbarren verliebt? Sogar der ästhetische Genuss einer Krugerrand-Münze erscheint mir limitiert. Uhren hingegen sind Investments aus Liebe und Leidenschaft. Deshalb können wir Uhrenfreunde gern auf laufende Erträge aus unserem Investment, wie Zinsen oder Dividenden, verzichten. Das heißt aber auch, dass nur derjenige in Uhren investieren sollte, der eine große Affinität zu diesem Thema hat. Oder können Sie sich vorstellen, dass ein Anti-Alkoholiker in Bordeaux-Weine investiert?

Das Anlegerportal: Welche Marken oder Modelle eignen sich als Wertanlage? Und gibt es evtl. Werttreiber?
Brückner: Dazu genügt ein Blick in die Auktionskataloge – alternativ in mein Buch. Gesuchte Referenzen von Patek Philippe und Rolex erzielen immer die besten Gebote. Klassische Highlights sind die großen Komplikationen von Patek, aber auch die Rolex Comex SeaDweller oder die Paul Newman Daytona-Chronographen. Gut im Rennen sind ferner die Marken Lange & Söhne, Panerai und Vacheron Constantin.

Das Anlegerportal: Von welcher Rendite können Sammler ausgehen? Gibt es eine pauschale Aussage?
Brückner: Nein, Uhreninvestments sind Teil des Kunstinvestments. Es ist nahezu unmöglich zu sagen, welche Uhren in zwanzig Jahren gefragt sein werden. Allerdings gab es schon Patek-Referenzen, die dem stolzen Besitzer im Schnitt eine Rendite von 17 Prozent p.a. einbrachten. Aber das sind sicher Ausnahmefälle, niemand sollte darauf spekulieren, denn das wäre unrealistisch.

Das Anlegerportal: Die Wirtschaftskrise hinterlässt ja bestimmt auch ihre Spuren bei Luxusuhren?
Brückner: In der Tat, die Nachrichten verheißen nichts Gutes. Angeblich kauft Rolex von US-Juwelieren Uhren zurück, um Preis-Dumping zu vermeiden. Bei Lange & Söhne wird kurzgearbeitet, und bei Franck Muller sieht es wirklich dramatisch aus. Andererseits habe ich in den vergangenen Wochen für mein nächstes Uhrenbuch recherchiert. Dabei geht es – wenn Sie so wollen – um die „Small-Caps“ unter den Uhren, also um die kleinen bis mittleren Hersteller von individuellen Luxusuhren. Dort ist von der Krise weniger zu spüren. Auf meine neue Dornblüth von Dornblüth & Sohn zum Beispiel muss ich ein halbes Jahr warten. Aber bald ist es soweit...

Das Anlegerportal: Letzte Frage Herr Brückner, jetzt verraten Sie mir doch mal, was Ihre persönliche Lieblingsuhr ist?
Brückner: Ein untherapierbarer Uhrenfreak wie ich hat jeden Tag einen anderen Liebling. Aber wenn ich aus meinem Portfolio nur fünf Uhren auswählen dürfte, dann wären es meine Lange 1, der Patek Jahreskalender, die Patek Nautilus, meine neue Rolex Deepsea und die IWC Da Vinci.

Das Anlegerportal: Herr Brückner, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Max Fiedler. Das Anlegerportal-Interview erscheint jeden Monat exklusiv in der Börse am Sonntag und auf www.das-anlegerportal.de.

Über den Autor:
Michael Brückner ist freier Wirtschaftsjournalist und Texter; Autor von
Uhren als Kapitalanlage“, erschienen im Finanzbuchverlag.







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