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Der große Anlagecheck: AktienDas Ende der
 

Der große Anlagecheck: Aktien
Das Ende der "Kaufen und Halten"-Strategie?

Der klassische Ansatz des langfristigen Aktieninvestments, wie ihn unter anderem Warren Buffet vertritt, besteht darin, eine sorgfältige Auswahl an günstig bewerteten Einzeltiteln zu treffen und diese dann über einen möglichst langen Zeitraum  zu halten, um von einer überdurchschnittlichen Rendite durch Kursentwicklung und Dividenden zu profitieren. Doch jegliches Engagement in Aktien wurde im letzten Jahr auf eine harte Probe gestellt. Vor dem synchronen Abrutschen der wichtigsten Aktienindizes weltweit quer durch die Branchen und Sektoren gab es auch mit breiter Diversifikation und fein säuberlicher Aktienauswahl kein Entrinnen mehr. Selbst Altmeister Warren Buffet, musste herbe Verluste einstecken. Die Aktie seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway verlor im Verlauf des Jahres rund 28% an Wert. Hat sich die Strategie langfristiger Aktieninvestments überlebt?

Die Lage für Anleger, die langfristig in Aktien investiert sind, ist äußerst unbefriedigend. Anfang März erreichte der deutsche Leitindex DAX mit 3.666 Punkten den niedrigsten Stand seit August 2004. Noch schlechter sah es in Übersee aus. Der Dow Jones fiel zur gleichen Zeit auf das niedrigste Niveau seit 1997. Der Nikkei landete sogar auf einem 26-Jahrestief. Von diesen Tiefstständen haben sich die Märkte zwischenzeitlich ein Stück erholt. Doch befinden sich die internationalen Leitindizes nach wie vor auf einem äußerst schwachen Niveau.

Langfristige Aktienstrategien stoßen an ihre Grenzen
Ein wichtiges Element in Warren Buffets Strategie ist es, möglichst selten zwischen Einzeltiteln zu wechseln. Dafür muss die Auswahl umso sorgfältiger sein und der innere Wert einer Aktie soll um 30 bis 50% über dem Kaufkurs liegen. Doch selbst derartig hohe Sicherheitspuffer schmolzen angesichts der Kursverluste bei den Standardwerten zusammen. Nach dem massiven Rutsch des DAX seit Anfang 2008 um zeitweise bis zu 55% können in diesem Jahrzehnt nur Anleger, die deutsche Standardwerte zu den Tiefständen des Jahres 2003 gekauft haben, jetzt noch ein Plus vorweisen.

Allerdings war schon immer die strenge Variante der Kaufen-und-Halten-Strategie eines Warren Buffet oder eines André Kostolany nur etwas für sehr disziplinierte Investoren. Viele Anleger hielten sich bisher bei einem Konjunkturabschwung an die Devise, sich aus zyklischen Werten zurückzuziehen und neben Rentenpapieren in Aktien defensiver Branchen umzuschichten. Jedoch sind in dieser Finanz- und Wirtschaftskrise, deren fundamentale Ursachen noch nicht überwunden sind, mit dem DAX auch dessen Teilindizes der defensiven Sektoren wie Versorge, Pharma und Gesundheit im Gleichschritt gefallen. Zwar erwischte es den auslösenden Sektor erwartungsgemäß am stärksten. So fiel der Sektorindex für Finanzdienstleistungen des DAX vom Beginn des Jahres 2008 bis zu seinem Tiefpunkt Anfang März diesen Jahres um rund 75%. Dennoch korrelieren die verschiedenen Sektoren beim Absturz des Gesamtmarktes eng miteinander.

Aus Sicht eines Anlegers, der bisher die Kaufen-und-Halten-Strategie verfolgt, stellt sich aktuell die Frage, ob Aktien auf dem derzeitigen Niveau für einen Neueinstieg günstig bewertet sind. Darüber hinaus gibt es aber eine wesentlich grundlegendere Frage, mit der letztlich die gesamte Strategie steht und fällt: Ist die Grundannahme einer auf lange Sicht überdurchschnittlich rentablen Entwicklung von Aktien noch gerechtfertigt?





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