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13.12.2009 11:17:00 Uhr

DJ Karstadt: Übernahme durch Kaufhof schlechteste Lösung - WiWo

DJ Karstadt: Übernahme durch Kaufhof schlechteste Lösung - WiWo
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Ein Verkauf der Warenhauskette Karstadt an den Konkurrenten Metro, dem schon die Warenhauskette Kaufhof gehört, ist laut Rolf Weidmann, Beauftragter des Arcandor-Insolvenzverwalters für Karstadt, die schlechteste Lösung. Der am Montag erscheinenden "WirtschaftsWoche" sagte er, dass es in diesem Fall Massenentlassungen in beiden Unternehmen geben werde.
Weidmann sagte: "Die Deutsche Warenhaus AG würde 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze bei beiden Unternehmen kosten." Metro würde im Fall der Übernahme Doppelstandorte auflösen, erwartet er. Metro müsste den Profit durch Zusammenlegung, also die so genannten Synergieeffekte, die sich aus einer solchen Übernahme ergeben könnten, heben, um wirtschaftlich arbeiten zu können", so Weidmann.
Die Karstadt-Insolvenzverwaltung ist optimistisch, die Warenhauskette als Ganzes inklusive der Sporthäuser bis Mitte kommenden Jahres verkaufen zu können. "Einen nennenswerten Millionenbetrag sollten Investoren für das Komplettpaket schon mitbringen. Zum Schnäppchenpreis wird es Karstadt nicht geben", sagte Weidmann. Aktuell gebe es "etwa zwei Dutzend Interessenten". Ziel sei es, im zweiten Quartal mit dem Insolvenzplan und der ersten Bieterrunde durch zu sein.
Das Herauslösen einzelner lukrativer Standorte lehnt Weidmann ab, "weil das wirtschaftlicher Unsinn wäre". Das Unternehmen stehe stabil und eine Zerschlagung sei überhaupt nicht notwendig. Zudem würden wesentlich mehr Karstadt-Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, denn im Fall einer Zerschlagung fänden allenfalls 20 oder 30 Karstadt-Warenhäuser einen Abnehmer.
Mit dem bisherigen Verlauf des wichtigen Weihnachtsgeschäfts zeigt sich Weidmann zufrieden. Karstadt sei insgesamt "ordentlich ins Weihnachtsgeschäft gestartet". Auch im kommenden Jahr erwartet die Insolvenzverwaltung einen positiven Geschäftsverlauf. "Das Geschäft läuft, die Warenbelieferung steht und wir gehen auch 2010 von recht ordentlichen Umsätzen und schwarzen Zahlen aus." Nach den verabredeten Sparmaßnahmen und Insolvenzmaßnahmen seien die "Rettungsvoraussetzungen für Karstadt besser denn je."
Die Aktionäre des Mutterkonzerns Arcandor würden von einer Rettung der Warenhauskette allerdings nicht profitieren. "Die Anteilseigner werden aller Voraussicht nach leer ausgehen", so Weidmann. Die aktuellen Kursbewegungen der Aktie verstehe er nicht.
DJG/reh
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(END) Dow Jones Newswires
December 13, 2009 05:17 ET (10:17 GMT)
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