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30.12.2009 12:17:00 Uhr
DJ Telekom und ABB kooperieren bei Energieübertragung
DJ Telekom und ABB kooperieren bei Energieübertragung
BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG und der schweizerische Technologiekonzern ABB arbeiten künftig auf dem Markt für Energieübertragung zusammen. Die Großkundensparte T-Systems und die ABB Ltd wollen ab 2010 gemeinsame Lösungen für so genannte intelligente Stromnetze, Smart Grids, entwickeln und vermarkten. "Eine entsprechende Absichtserklärung ist bereits unterzeichnet worden, ein Vertrag soll im ersten Quartal 2010 besiegelt werden", bestätigte ein Telekom-Sprecher einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwochausgabe).
Smart Grids sollen die Grundlage für eine umweltfreundliche Energieversorgung legen. Ab dem 1. Januar werden so genannte intelligente Stromzähler (Smart Meters) bei Neubauten und größeren Gebäudesanierungen zur Pflicht. Bis zum 31. Dezember 2010 müssen die Energiekonzerne außerdem variable oder tageszeitabhängige Tarife anbieten.
Bei der Kooperation mit ABB werde der Bonner DAX-Konzern sein Know-how im Bereich Datennetze einbringen, sagte der Telekom-Sprecher. Der schweizerische Technologiekonzern steuere seinerseits sein Wissen im Bereich Energienetze bei. "Unser Ziel ist es fertige Lösungen für Stadtwerke und mittelgroße Energieversorger anzubieten", sagte der Telekom-Sprecher.
Für diese Kundengruppe seien die durch Smart Meters entstehenden Datenmengen schwer zu bewältigen, T-Systems hingegen könne auf jahrelange Erfahrungen und Ressourcen zurückgreifen. Die Erstellung einer auf tageszeitabhängigen Tarifen basierenden Stromrechnung unterscheide sich nicht sehr von einer Telefonrechnung, von denen die Telekom monatlich 40 Mio erstelle, sagte der Telekom-Sprecher.
Laut dem Branchenverband Bitkom können allein bei Privathaushalten durch die Einführung von zeitabhängigen Tarifen und einer Visualisierung des tatsächlichen Energieverbrauchs nach konservativer Schätzung 9,5 Terawattstunden (TWh) pro Jahr eingespart werden. Das entspreche der Leistung von ungefähr vier mittelgroßen Kohlekraftwerken.
Allerdings sind hierfür genaue Informationen notwendig, wo welche Strommengen verbraucht und eingespeist werden. Mit dem wachsenden Anteil von Strom aus regenerativen Energien wie Windkraft und Solar ist das Stromangebot jedoch zunehmenden Schwankungen unterworfen. Mit Hilfe intelligenter Stromzähler und variabler Leistungsentgelte sollen Verbraucher dazu bewegt werden, beispielsweise ihre Waschmaschine dann zu betreiben, wenn ein großes Angebot an Strom und entsprechend niedrige Preise herrschen.
Webseiten: www.telekom.de
www.abb.com
-Von Hans Seidenstücker, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/has/bam
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