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Erfolgreich Geld anlegen: Depotwachstum bei niedrigen Zinsen?
 

Erfolgreich Geld anlegen: Depotwachstum bei niedrigen Zinsen?

Wolfgang Juds, CREDO VermögensmanagementIn den letzen Monaten stand Europa im Mittelpunkt der Kapitalmärkte. Die Krise in Griechenland wirkte fast wie eine Virus-Infektion und drohte ganz Europa anzustecken. Spanien, Portugal und Italien standen ebenfalls mächtig unter Druck. Das Aufspannen der Rettungsschirme brachte nur ein wenig Linderung, ehe EZB-Chef Mario Draghi Ende Juli seine berühmten Worte sprach: "Die EZB werde im Rahmen ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten!"

Dies wirkte beinahe wie ein Befreiungsschlag für den Euro, der sich seit dieser Zeit wieder bis auf 1,30 gegen den USD erholen konnte. Es scheint, wenn sich der Patient Europa auf dem Weg der Besserung befindet.

Was sind die Nebenwirkungen, die die Ankündigung der EZB, unter bestimmten Bedingungen Anleihen aus den Krisenstaaten aufkaufen zu wollen, begleiten?

Es besteht auf lange Sicht, die Gefahr einer zunehmenden Inflation. Kurzfristig ist aber aufgrund der schwachen Konjunktur nicht mit starken Preissteigerungen zu
rechnen. Vor allem aber werden die Zinsen für kurzfristige Geldanlagen für längere Zeit niedrig bleiben - niedriger als die Preissteigerungsrate. Dies ist für
die hoch verschuldeten Staaten der beste Weg, sich in den nächsten Jahren schrittweise wieder in Relation zu Ihrer Wirtschaftskraft zu entschulden. Diese
Vorgehensweise hat bereis die USA nach dem zweiten Weltkrieg erfolgreich genutzt, um Ihre Schulden abzubauen.

Die Herausforderung für den Anleger besteht darin, den realen Wert seines Geldes zu erhalten, was nicht einfach ist. In den vergangenen Jahren konnte der sicherheitsorientierte Anleger mit länger laufenden Anleihen eine attraktive Rendite erzielen, weil zu den Zinsen auch noch Kursgewinne hinzukamen. Aktuell
erwirtschaften 10-jährige Bundesanleihen 1,60% - die Aussicht auf zusätzliche Kursgewinne ist momentan gering. Womit lassen sich außerdem attraktive Renditen erwirtschaften? Immobilien, Gold oder Aktien?

Immobilien sind in den letzten Jahren bereits deutlich im Preis gestiegen. Nicht zuletzt die niedrigen Zinsen für Wohnungsbaukredite haben den Preisauftrieb beschleunigt. Hinzu kommt die Angst vor steigender Inflation, die zu mehr Nachfrage geführt hat. Dieses Argument trifft auch auf das Gold zu, welches inzwischen ebenfalls auf Rekordniveau notiert. Wie steht es denn um die Aktien? Deutsche Aktien gemessen am DAX sind allein in diesem Jahr um über 20% gestiegen, während hingegen europäische Aktien lediglich um 5% zulegen konnten. Dies zeigt, wie wichtig die richtige Auswahl ist.

Welche Strategie bietet sich für den Anleger an, der die Kaufkraft seines Geldes erhalten möchte?

Zunächst gilt es, die Ausgangslage realistisch zur Kenntnis zu nehmen. Aus dem klassischen Anleihebereich lassen sich nur noch unzureichend attraktive Renditen erwirtschaften. Eine Mischung verschiedener Anlageklassen bringt bereits deutliche Vorteile. Dies allein reicht allerdings nicht aus, solange der Schwerpunkt der Auswahl sich auf deutsche Renten und Aktien erstreckt.

Der Grund dafür liegt in den schwachen Wachstumsraten, die wir insbesondere in den europäischen Staaten erleben. Eine ungünstige demographische Entwicklung in Deutschland in den nächsten Jahren spricht nicht unbedingt für überdurchschnittliche Erträge.

Der Blick richtet sich vielmehr auch auf andere Teile der Welt, die sehr viel stärker wachsen als das klassische Europa. Es besteht in der Tat ein Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftswachstum und der Entwicklung der Aktienmärkte eines Landes. Dazu ein paar Fakten: Der Anteil der Industrieländer an der Weltbevölkerung liegt bei ca. 15%, deren Anteil am Sozialprodukt hingegen bei rund 50%. Einer Berechnung von Prof. Siegel von der Universität in Pennsylvania zufolge wird bis 2050 der Anteil der Industrieländer an der Weltbevölkerung auf etwa 11,6% zurückgehen und ihr Anteil am Sozialprodukt auf etwa 26,8% sinken.

Das überdurchschnittliche Wachstum der Schwellenländer und eine positive demographische Entwicklung spricht für eine deutlich stärkere Berücksichtigung in der Vermögensstruktur. So wie deutsche Unternehmen wie z. B. Siemens oder Volkswagen eine weltweite Geschäftsstrategie verfolgen und vom Wachstum in diesen Regionen profitieren, sollten Anlagen in den Schwellenländern und in den USA ein stärkeres Gewicht erhalten. Bei einer Struktur, die sich auf Anlagen allein in Deutschland oder Europa konzentriert, verzichtet der Sparer auf wichtige Ertragsbestandteile. Der intelligente Investor konzentriert sich auf die Frage der
Aufteilung des Vermögens und sucht nach den attraktiven Renditequellen, unterstützt durch seinen Verwalter.

Bei aller Begeisterung über diese Erkenntnis darf nicht vergessen werden, dass bei einer Umstellung eines Depots günstige Einstiegskurse für die persönliche Rendite wichtig sind, auch wenn niemand weiß, wann dies genau der Fall ist. Im Rückblick lässt sich das zwar leicht feststellen, aber nicht in der jeweiligen Situation. Dafür helfen Bewertungsverfahren und eine schrittweise Umstellung, um nicht zu teuer einzusteigen.

Die Börsenlegende Warren Buffett hat einst gesagt: "Die Zukunft ist niemals klar: Schon für ein bisschen Gewissheit muss man einen hohen Preis zahlen. Unsicherheit ist deshalb der Freund von Langfrist-Investoren." Da Investitionen in Aktien langfristig belohnt werden, investiere ich lieber verstärkt in aussichtsreiche Fonds unter Unsicherheit und weniger in vermeintlich sichere Anlagen ohne Renditeerwartung!            

Wolfgang Juds, CREDO Vermögensmanagement GmbH

Nächste TV-Termine:
23.10.2012 um 13.00 Uhr: Deutsches Anlegerfernsehen - Devisenmarkt
23.10.2012 um 14.00 Uhr: Börse Stuttgart TV - Börsengespräch

Hier finden Sie weitere Folgen von "Erfolgreich Geld anlegen: Was Sie als Anleger beachten sollten!
FOLGE 1: Was Sie als Anleger beachten sollten - hier klicken
FOLGE 2: Risiko ist nicht gleich Risiko - hier klicken
FOLGE 3: Die richtige Mischung macht's - hier klicken
FOLGE 4: Das Prinzip des Odysseus - hier klicken
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Über CREDO Vermögensmanagement
Die CREDO Vermögensmanagement GmbH ist eine inhabergeführte und unabhängige Vermögensverwaltung in Nürnberg.  Inhaber Wolfgang Juds verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Vermögensanlage. Außerdem hat er bereits vor 10 Jahren erfolgreich eine Privatkundenbetreuung für eine regionale Volksbank aufgebaut.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von CREDO Vermögensmanagement: www.credo-vm.de





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