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Erfolgreich Geld anlegen: Die richtige Mischung macht es!
 

Erfolgreich Geld anlegen: Die richtige Mischung macht es!

Wolfgang Juds, CREDO VermögensmanagementIm Juli hat die Europäische Zentralbank erneut die Zinsen gesenkt. Für den sicherheitsorientierten Anleger werden die Renditen immer geringer. Aktien hingegen werden von vielen Menschen als spekulativ angesehen. Wie können Sie als Anleger die richtige Mischung für eine erfolgreiche Geldanlage finden?

„Nicht alle Eier in einen Korb legen!“ lautet eine alte und viel beachtete Börsenweisheit. Aufbauend auf dieser Erkenntnis begründete Harry Markowitz in den 50er Jahren die Moderne Portfolio-Theorie. Dafür wurde er 1990 mit dem Nobelpreis für Ökonomie ausgezeichnet. Seine Theorie basiert auf der Erkenntnis, dass Investoren durch eine geschickte Mischung von Wertpapieren das Risiko von Extremverlusten reduzieren können, ohne dabei  auf Renditeerwartungen verzichten zu müssen. Doch funktioniert dies überhaupt – angesichts der immensen Verluste, die die Anleger hierzulande mit Wertpapieren gemacht haben?

Zunächst müssen wir klären, was Anlageklassen überhaupt sind. Ich verstehe unter dem Begriff „Anlageklasse“ die Einteilung des Kapitalmarktes in unterschiedliche Klassen bzw. Anlagesegmente, wie Aktien, Renten bzw. festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und Liquidität. Vielfach werden auch Rohstoffe und Edelmetalle wie z. B. Gold als Anlageklasse angesehen. Dem stimme ich nicht zu, da  Rohstoffe und Edelmetalle über keine eigene Renditequelle verfügen.

Unternehmen erwirtschaften Gewinne und zahlen ihren Aktionären eine Dividende, bei festverzinslichen Wertpapieren und bei Tages- und Termingeldern erhält der Anleger Zinsen vom jeweiligen Schuldner und bei Immobilien bekommt der Eigentümer Mieteinnahmen vom Mieter. Alle Renditequellen haben eine Basis, die auf dem wirtschaftlichen Handeln in unserer Gesellschaft beruht. Nur bei Rohstoffen und bei Edelmetallen ist das nicht der Fall – diese Anlagen haben keine eigene Renditequelle. Hier bestimmt die Aussicht auf Kursgewinne den geplanten Ertrag. Gleiches gilt für Kunst oder einen guten Wein, der zwar hochprozentig sein mag, aber keinen laufenden Ertrag erwirtschaftet. Dies sind für mich spekulative Investments. Gold sehe ich zwar nicht als Anlageklasse im engeren Sinn an, wohl jedoch als eine Währung. Für den Fall, dass Papiergeld an Kaufkraft verliert, dürfte Gold seinen realen Wert gemessen an den Gütern und Dienstleistungen erhalten, ist aber ebenfalls spekulativ und hängt vom Kaufpreis und vom Einstiegszeitpunkt ab. Bei den alternativen Investments ist eine eindeutige Aussage nicht möglich, da es jeweils auf das individuelle Grundgeschäft ankommt.

Die wichtigste und vordringlichste Aufgabe für jeden Investor ist die Suche nach den Renditequellen, nach den Zinsen, den Dividenden und den Mieteinnahmen.
Woher kommen die Erträge und wie sicher sind sie? Je stabiler die Zahlungsströme für die Zukunft sind, umso besser ist es für den Anleger. Außerdem: Je günstiger der Kaufpreis, den der Anleger für seine Anlage in Relation zu den erwarteten Erträgen bezahlt hat, umso größer ist seine Rendite. Wer sich nur daran mit Angeboten. Daher benötigt der Anleger oder sein Vermögensverwalter einen Anforderungskatalog mit dem er die Spreu vom Weizen trennen kann.  In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es in erster Linie auf den Fondsmanger und auf seine Investmentstrategie ankommt, um erfolgreich zu sein. Es gibt viel durchschnittliche und noch viel mehr unterdurchschnittliche Fonds, allerdings auch eine ganze Reihe über viele Jahre sehr erfolgreicher Fondsmanager, von denen viele eher unbekannt sind und kleinere Vermögen managen. Größe allein ist kein Qualitätsmerkmal, aber auch grundsätzlich kein orientiert, wird viele unsinnige Spekulationen nicht mitmachen und kann hohe Verluste weitgehend vermeiden.

  Die richtige Auswahl der Anlageklassen 

Wenn Sie als Anleger die Zielanlageklassen Aktien, Renten, Immobilien und Liquidität gefunden haben, stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Aufteilung und nach der Streuung innerhalb der Anlageklassen. Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren überhaupt, rät zu konzentrierten Investments. „Wenn Sie über einen Harem mit vierzig Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen“ so Warren Buffet. Dieses Vorgehen setzt allerdings eine intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Anlagemöglichkeiten voraus. Ein wesentlicher Beitrag zum Erfolg sind diejenigen Investments, die man nicht getätigt hat. Deshalb ist die Konzentration auf wenige, aber wesentliche Anlagen so wichtig! Aktien Europa, Aktien Welt und Aktien Emerging Markets sind für mich wesentliche Anlage. Ähnliches gilt auch im Rentenbereich, für Immobilien oder für Gold. Verzichten sollten Anleger auf die vom Marketing getriebenen Investmentideen der Anbieter, die nicht das ganze Spektrum abdecken und lediglich für kurze Zeit eine Marketingidee widerspiegeln. Vorsicht ist auch bei vollmundigen Versprechungen geboten! Niemand kann seriös Renditeversprechen abgeben. Erstklassige Vermögensverwalter brauchen keine Marketingideen, die Anleger erst anlocken um sie anschließend zu enttäuschen, sondern sie brauchen eine gute Wertentwicklung, die sie nachweislich in der Vergangenheit erzielt haben.

Zur Abbildung der einzelnen Anlagesegmente gibt es inzwischen eine Vielzahl von Finanzinstrumenten, z. B. Investmentfonds, Zertifikate oder Indexfonds, die sogenannten ETF’s. Der Markt ist schier übersättigt Nachteil, zumindest nicht in den liquiden Anlageklassen.

  Was ist die Konsequenz daraus? 

Weniger ist oft mehr! Die Konzentration auf die wesentlichen Renditequellen und die Identifizierung der besten Manager ist entscheidend. Verzicht auf die vielen Modethemen ist nicht immer einfach und kostet manchmal Überwindung, ist aber unabdingbar. Die intensive Abwägung zwischen den verschiedenen Möglichkeiten sollte auf einem Konzept basieren, nach dem Sie handeln. Versuchen Sie so wie in Ihrem Alltag auch, Gutes günstig einzukaufen. Qualität zu attraktiven Preisen -  unabhängig von den Angeboten, die Ihnen täglich begegnen.

Wolfgang Juds, CREDO Vermögensmanagement GmbH

Hier finden Sie weitere Folgen von "Erfolgreich Geld anlegen: Was Sie als Anleger beachten sollten!
FOLGE 1: Was Sie als Anleger beachten sollten - hier klicken
FOLGE 2: Risiko ist nicht gleich Risiko - hier klicken

Über CREDO Vermögensmanagement
Die CREDO Vermögensmanagement GmbH ist eine inhabergeführte und unabhängige Vermögensverwaltung in Nürnberg.  Inhaber Wolfgang Juds verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Vermögensanlage. Außerdem hat er bereits vor 10 Jahren erfolgreich eine Privatkundenbetreuung für eine regionale Volksbank aufgebaut.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von CREDO Vermögensmanagement: www.credo-vm.de





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