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Erfolgreich Geld anlegen: Drohen uns Inflationsgefahren?
 

Erfolgreich Geld anlegen: Drohen uns Inflationsgefahren?

Wolfgang Juds, CREDO VermögensmanagementAls am 6. September EZB-Präsident Mario Draghi angekündigt hat, Anleihen aus den Krisenstaaten in unbegrenztem Umfang und unter bestimmten Voraussetzungen aufkaufen zu wollen, haben die Kapitalmärkte erleichtert reagiert. Als am 12. September das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe den Weg für den ESM, den europäischen Rettungsschirm, freigemacht hat, machte sich geradezu Euphorie breit.

Die Kurse am Aktienmarkt zogen an und die Zinsen für spanische und italienische Anleihen sind deutlich gesunken. Was bedeutet dieses Umfeld für die Sicherheit unseres Geldes und drohen uns nun Inflationsgefahren?

Die Kritiker weisen mit Recht darauf hin, dass die Ankäufe zu einer Aufblähung der Geldmenge führen und die Inflationsgefahr steigt. Bei aller Kritik an der EZB, die ich grundsätzlich teile, stelle ich die Frage, welche Alternative es zu der Ankündigung von Draghi gegeben hätte? Denn die bisherigen Bemühungen der Politiker, die Euro-Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, haben wenig bewirkt, um die Kapitalmärkte zu beruhigen. Der Euro stand in der Gefahr, auseinander zu brechen.

Folgende Alternativen wären möglich:


- Ein Ausscheiden einzelner Länder aus der Eurozone und aus dem Euro und eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Diese Lösung ist politisch nicht gewünscht und wäre für Deutschland mit erheblichen Kosten verbunden. Wie sollen die Peripherieländer jemals ihre Schulden zurückzahlen, wenn sie aus dem Euro ausscheiden?

- Ein Schuldenschnitt für hoch verschuldete Euro-Staaten, ähnlich wie man es mit Griechenland gemacht hat. Auch diese Variante ist politisch nicht gewünscht und hätte massive Auswirkungen für die Banken, die auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen und nun ihrerseits wieder gerettet werden müssen.

- Am Wahrscheinlichsten halte ich ein Szenario einer erhöhten Inflation, die für ein paar Jahre oberhalb von 2% - 3% liegen dürfte. Die Zinsen für Spareinlagen und Festgelder dürften darunter bleiben, damit die Banken sich erholen und die Staaten sich entschulden können. Diese Situation gab es bereits nach dem 2. Weltkrieg insbesondere in den USA. Darauf stelle ich mich ein, weil viele Anzeichen dafür sprechen.

Welche Auswirkungen hat dieses Hauptszenario auf die Kapitalanlage?

Das Ziel muss es sein, die Kaufkraft des Geldes real zu erhalten, also nach Abzug von Steuern und Inflation. Da die Zinsen niedrig sind und wahrscheinlich auch niedrig bleiben, benötigen Anleger ein breit gestreutes Depot unterschiedlicher Anlageklassen, die neben festverzinslichen Wertpapieren auch Aktien, Immobilien und Edelmetalle beinhalten. Viele Investoren wählen die Immobilie als bevorzugtes Anlageobjekt, teils zur Selbstnutzung und teils als Renditeobjekt zur Vermietung. Es mag in einigen Fällen sinnvoll sein. In anderen Fällen besteht die Gefahr, auf dem aktuellen Preisniveau zu teuer einzusteigen. Generell lässt sich feststellen, dass Immobilien nicht mehr billig sind - andere Sachwertanlagen wie Gold und Aktien aber auch nicht! Daher ist im aktuellen Umfeld Vorsicht geboten, um nicht zuviel zu bezahlen.

Wir dürfen die Regeln für eine erfolgreiche Kapitalanlage nicht aufgeben, nur weil wir meinen, dass wir uns in einer außergewöhnlichen Situation befinden. Die Regeln gelten weiter: Billig einkaufen und teurer verkaufen. Verluste müssen begrenzt werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass niemand die Zukunft kennt. Daher auch der Grundsatz der Risikostreuung! Wenn wir die Zukunft vorsagen könnten, bräuchten wir keine Risikostreuung mehr! Dann würde ich auf die Anlagen setzen, von denen ich weiß, dass sie steigen. Da aber niemand die Zukunft kennt, halte ich mich an Regeln und den gesunden Menschenverstand.

Immobilienpreise hängen von vielen Faktoren ab, Aktienkurse auch. Daher sollten wir alle uns bei Investitionsentscheidungen nicht nur von der Inflationsgefahr leiten lassen oder irgendwelchen Allheilmitteln Glauben schenken. Der Erfolg in der Geldanlage kommt durch viele kleine Entscheidungen über einzelne Beträge über längere Zeit. Dazu braucht es Mut und Ausdauer. Mut, auch einmal eine Fehlentscheidung zu treffen und Ausdauer, um weiterzumachen!                   

Wolfgang Juds, CREDO Vermögensmanagement GmbH

Hier finden Sie weitere Folgen von "Erfolgreich Geld anlegen: Was Sie als Anleger beachten sollten!
FOLGE 1: Was Sie als Anleger beachten sollten - hier klicken
FOLGE 2: Risiko ist nicht gleich Risiko - hier klicken
FOLGE 3: Die richtige Mischung macht's - hier klicken
FOLGE 4: Das Prinzip des Odysseus - hier klicken

Über CREDO Vermögensmanagement
Die CREDO Vermögensmanagement GmbH ist eine inhabergeführte und unabhängige Vermögensverwaltung in Nürnberg.  Inhaber Wolfgang Juds verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Vermögensanlage. Außerdem hat er bereits vor 10 Jahren erfolgreich eine Privatkundenbetreuung für eine regionale Volksbank aufgebaut.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von CREDO Vermögensmanagement: www.credo-vm.de





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