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Erfolgreich Geld anlegen: Ist der Obama-Effekt bereits verpufft?
 

Erfolgreich Geld anlegen: Ist der Obama-Effekt bereits verpufft?

Wolfgang Juds, CREDO VermögensmanagementAm 06.11.2012 hat die USA gewählt. Der alte Präsident ist auch wieder der neue Präsident – aber die Probleme sind auch immer noch dieselben: Hohe Arbeitslosigkeit und hohe Staatsverschuldung. Hinzu kommt eine immer noch schwache US Wirtschaft und das Auslaufen von Steuervergünstigungen zum Jahresende. Kann Obama in seiner zweiten Amtsperiode die Probleme lösen und wie ist die Situation aus Anlegersicht zu bewerten?

Am Ende war es doch klarer als von vielen Beobachtern erwartet. Barack Obama bleibt Präsident der USA. Sollte es einen Obama-Effekt an der Börse gegeben haben, so ist dieser relativ schnell verpufft. Die Mehrheitsverhältnisse im Senat und im Repräsentantenhaus haben sich auch nicht geändert. Republikaner und Demokraten müssen künftig enger zusammenarbeiten, um die Probleme der USA gemeinsam zu lösen. Eine Blockadepolitik wie bisher führt die USA als größte Volkswirtschaft der Welt in eine Sackgasse mit dramatischen Folgen.

Die größten Herausforderungen für Barack Obama…


Zum Jahresende laufen eine Reihe Steuervergünstigungen der Ära Bush aus, die als Konjunkturprogramm in der Finanzkrise 2008 die Wirtschaft der USA stabilisiert haben. Außerdem gibt es in den USA eine automatische Schuldenbremse. Ohne eine Neuregelung werden zum 31.12.2012 einige Bereiche im Haushalt pauschal gekürzt werden. Dieses würde zwangsläufig zu einem Konjunktureinbruch führen. Es ist die große Herausforderung für  Präsident Obama, die „fiskalische Klippe“ erfolgreich zu umschiffen. Das Dilemma, in welchem sich die USA befinden, ist die Wahl zwischen einer Konjunkturabschwächung und einer Konsolidierung der Staatsschulden. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Weitere große Herausforderungen bestehen in der Schaffung neuer Arbeitsplätze der US-Wirtschaft, um die hohen Arbeitslosenzahlen in den Griff zu bekommen. Die Menschen  brauchen Arbeit! Die Modernisierung der Infrastruktur in den USA, die Bekämpfung des Klimawandels und die Erneuerung der US-Sozialsysteme sind weitere gigantische Aufgaben, die vor ihm liegen.

… und wie Sie sich als Anleger positionieren können!


Obama hat im Wahlkampf immer wieder die Werte und Ideale herausgestellt, die die USA so erfolgreich gemacht haben. Der Mut zu Innovationen und die Bereitschaft, ins Risiko zu gehen und etwas Neues zu wagen. Das Vertrauen auf Unternehmertum und die Zuversicht in eigene Fähigkeiten haben hervorragende Unternehmen hervorgebracht. Viele Produkte dieser Unternehmen sind weltweit erfolgreich. Die Marken sind weltweit bekannt, sei es Coca Cola, McDonald’s, Apple, Microsoft, IBM, Procter & Gamble, Johnson & Johnson, Wal Mart, Amazon, Google und Walt Disney. Im Vergleich zu Deutschland ist die US-Wirtschaft viel stärker im Technologie-Sektor und im Konsum- und Unterhaltungsbereich positioniert. Die deutsche Wirtschaft hingegen hängt stark am Automobil- und Maschinenbau. Dies zeigt sich auch an der Index-Gewichtung. Wenn sich die Konjunktur abschwächt, ist die deutsche Wirtschaft erfahrungsgemäß besonders anfällig. Der deutsche Automobilbau spürt bereits die niedrigeren Zulassungszahlen. Selbst die bislang so erfolgreichen Anbieter BMW und Volkswagen gehen von einem schwierigen Jahr 2013 aus. Siemens reagiert ebenfalls mit geplanten Einsparungen in Milliardenhöhe auf den Gewinneinbruch.  Zur Risikostreuung sind amerikanische Standardwerte immer geeignet, auch wenn sie aktuell nicht preiswert sind. Deshalb muss genau hingeschaut werden.

Achten Sie auf die Dividendenaristokraten!


Viele Anleger denken bei Aktien oft an die Aussicht auf Kursgewinne. Es lohnt sich auch ein Blick auf die Dividende, die häufig zu Unrecht vernachlässigt wird. Allerdings ist nicht die nur die Höhe der Dividenden für den Anlageerfolg ausschlaggebend, sondern vielmehr die Aussicht auf regelmäßig steigende Dividenden. Die Telekom beispielsweise schüttet aktuell 0,70 € an Dividende (ca. 8,3% Dividendenrendite) an ihre Anteilseigner aus, aber die Steigerungen und das Wachstum in den letzten Jahren waren eher bescheiden. Deshalb werfen wir einen Blick auf die sogenannten „Dividenden-Aristokraten“.

Dies sind Unternehmen, die die Dividende je Aktie Jahr für Jahr erhöhen. Für US-Unternehmen gilt laut der Definition von S&P, dass ein Unternehmen die Dividende 25 Jahre in Folge erhöht haben muss, um ein Dividenden-Aristokrat zu sein. Für Europa gilt, dass ein Unternehmen die Dividende 10 Jahre in Folge nicht gesenkt haben darf, d.h. die Dividende wurde Jahr für Jahr entweder erhöht oder zumindest gleich belassen. Coca Cola beispielsweise gehört zu den erfolgreichsten Dividenden-Aristokraten. Seit 1920 zahlt Coca Cola bereits eine Dividende und konnte diese in den letzen 50 Jahren kontinuierlich steigern. Allein in den letzten 10 Jahren stieg die Dividende von Coca Cola um etwa 10% pro Jahr. Wenn wir die beiden Strategien miteinander vergleichen – die Ausschüttung einer konstant hohen Dividende mit der einer geringeren, aber einer konstant steigenden Dividende, so zeigt sich in der Rückrechnung die Überlegenheit der Strategie mit den Dividenden-Aristokraten, wenn man die richtigen Titel dabei hat.

Als ein breit aufgestellter Vermögensverwalter wird sich die CREDO dem amerikanischen Aktienmarkt nicht verschließen, trotz aller Herausforderungen vor denen die USA stehen. Zwar gibt es auch in Europa Dividenden-Aristokraten und interessante Unternehmen, aber an der starken Positionierung im Weltmarkt führt in bestimmten Branchen kein Weg an amerikanischen Unternehmen vorbei. Wir dürfen nicht vergessen, dass die US-Unternehmen  auch in China stark vertreten sind, ein gigantischer Markt mit rund einer Milliarde Menschen. Solange wir davon ausgehen, dass die Weltwirtschaft weiter wie bisher wächst und die Globalisierung ebenfalls weiter fortschreitet, werden amerikanische Unternehmen auch in Zukunft davon profitieren!

Wolfgang Juds, CREDO Vermögensmanagement GmbH Nürnberg

Aktuelles Video bei Börse Stuttgart TV.

Hier finden Sie weitere Folgen von "Erfolgreich Geld anlegen: Was Sie als Anleger beachten sollten!

FOLGE 1: Was Sie als Anleger beachten sollten - hier klicken
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Über CREDO Vermögensmanagement
Die CREDO Vermögensmanagement GmbH ist eine inhabergeführte und unabhängige Vermögensverwaltung in Nürnberg.  Inhaber Wolfgang Juds verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Vermögensanlage. Außerdem hat er bereits vor 10 Jahren erfolgreich eine Privatkundenbetreuung für eine regionale Volksbank aufgebaut.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von CREDO Vermögensmanagement: www.credo-vm.de





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