Kolumnen

Aktuelle Kolumnen vom Hebelzertifikate-Trader lesen Sie bei Stock-World!mehr lesen

Aktuelle Kolumnen von Aktien-Strategie lesen Sie bei Stock-World!mehr lesen

Aktuelle Kolumnen vom Rohstoff-Trader lesen Sie bei Stock-World!

mehr lesen 

Aktuelle Kolumnen von Finanzen & Börse lesen Sie bei Stock-World!mehr lesen

Anlegerschule

Anlegerschule

Rating

Play

Aktien

Play

Index

Play
Alle Videos
Erfolgreich Geld anlegen: was wir von Warren Buffet lernen können
 

Erfolgreich Geld anlegen: was wir von Warren Buffet lernen können

Wolfgang Juds, CREDO VermögensmanagementKürzlich hat sich Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit, über seine Gesellschaft Berkshire Hathaway an der Übernahme des Ketchup-Herstellers H. J. Heinz beteiligt. Was wir von Buffett lernen können und wie Sie diese Erkenntnisse für Ihre Anlagestrategie nutzen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die meisten Anleger sind gerade im aktuellen Umfeld niedriger Zinsen auf der Suche nach lukrativen Geldanlagen. Dieses Bedürfnis nach mehr Rendite und der Leidensdruck wird von den Produktlieferanten wie den Fondsgesellschaften und den Banken durch immer neue Fonds und Zertifikate bedient, die oft mehr versprechen als sie halten. Begleitet werden diese Produkte durch entsprechende Vermarktungsgeschichten, die den Kunden den Kauf erleichtern sollen. Bei vielen Fondsgesellschaften machen die neu aufgelegten Fonds einen Großteil des Neugeschäftes aus. Geworben wird mit Ergebnissen der Vergangenheit, die eine Strategie im Rückblick erbracht haben soll, und einer netten Geschichte wie z. B. die zunehmende Konsumbereitschaft der Menschen in Asien oder die Entwicklung in Afrika oder Russland oder die hochverzinslichen Risikoanleihen von spekulativen Unternehmen. Bei den Aktien war es zuletzt die Story von Apple, die noch vor einigen Monaten bei rund 700 USD stand und aktuell ca. 30 Prozent günstiger zu haben ist. Als das iPhone 5 neu auf den Markt kam, waren die Erwartungen an Apple auf dem Höhepunkt – seitdem ist Apple zwar weiter gewachsen, aber die Erwartungen der Anleger wurden enttäuscht. Seitdem gibt es die Apple Aktien erheblich billiger, obwohl es immer noch das gleiche Unternehmen ist. Was sich geändert hat, ist der Blick auf das Unternehmen. Apple ist ein hervorragendes Unternehmen, keine Frage – aber es macht einen erheblichen Unterschied, ob man die Aktien zu 400 USD oder für 700 USD gekauft hat.

Wie anders dagegen ist die Anlagestrategie von Warren Buffett. Zu seinen Beteiligungen gehören Unternehmen wie Coca Cola, Gillette und Wrigley. Und nun beteiligt sich die Investorenlegende an H. J. Heinz, einem Ketchup-Hersteller mit deutschen Wurzeln. Buffett investiert gern in Firmen mit starken Marken. Cola, Kaugummi, Rasierklingen und nun auch Ketchup - was haben diese Unternehmen gemeinsam? Es sind allesamt Firmen mit einem klaren, einfachen und überzeugenden Geschäftsmodell. Sie verfügen über starke Marken mit einem dauerhaften Geschäftsmodell. Was ist daran spannend? Diese Firmen brauchen nicht ständig neue innovative Produkte und nicht immer neue Investitionen in Forschung und Entwicklung. Sie sind nicht davon abhängig, dass ihre Produktpalette technologisch zukunftsweisend ist. Wenn z. B. ein Handy-Herstelller den Trend verpasst hat, hat er schnell Marktanteile verloren. Außerdem sind diese Konsumgüterhersteller nicht so stark konjunkturabhängig wie Unternehmen im Maschinenbau oder Automobilhersteller. Buffett kauft scheinbar langweilige Aktien.

Außerdem verfolgt die Investorenlegende Buffett eine wertorientierte Anlagestrategie. Er kauft Unternehmen in der Regel billiger als sie eigentlich wert sind. Dabei verwendet das Konzept der Sicherheitsmarge. Einfach gesagt bedeutet es, dass er solange wartet, bis der Preis aus irgendeinem Grund gefallen ist, z. B. aufgrund von politischen oder konjunkturellen Gründen.
Denn gegessen und getrunken wird immer. Die Menschen essen auch Ketchup zu ihren Nudeln oder trinken Cola, wenn gerade die Euro-Schuldenkrise die Kapitalmärkte dominiert.

Aus meiner Sicht können wir von Warren Buffett folgendes für die eigene Anlagestrategie lernen:


1. Eine wertorientierte Anlagestrategie ist langfristig ausgerichtet. Mit dieser Perspektive werden Kapitalanlagen zu Investitionen. Kurzfristige Anlagen hingegen sind Spekulationen. Niemand weiß, wie sich kurzfristig Märkte entwickeln, auch die Profis nicht.

2. Es kommt darauf an, erstklassige Investments zu entdecken, sie günstig einzukaufen und langfristig zu behalten. Der Gewinn liegt im Einkauf. Warren Buffett verwendet das Konzept der Sicherheitsmarge, d. h. er bezahlt weniger für sein Investment als es wert ist. Damit schafft er sich einen Sicherheitspuffer, falls seine Erwartung nicht aufgeht.

3. Es lohnt sich nicht, irgendwelchen Geschichten nachzujagen, sondern sich die scheinbar langweilig anmutenden, aber konstanten ertragstarken Unternehmen anzusehen und in Substanz  zu investieren.

4. Eine wertorientierte Anlagestrategie legt einen Schwerpunkt auf die Aktie – nicht aus spekulativen Gründen, sondern weil Aktien Investitionen in Produktivvermögen darstellen und der Anleger somit direkt und unmittelbar vom Wachstum der Wirtschaft profitiert. Anders als bei der Anleihe ist der Aktionär Teilhaber an den Unternehmen und hat einen Anspruch auf einen Anteil am Gewinn.

5. Liquidität wird benötigt, um günstige Marktgelegenheiten wahrnehmen zu können. Deshalb ist Kassenhaltung notwendig, um bei Bedarf preiswert einkaufen zu können – wie beim Schlussverkauf.

Das hört sich ganz einfach an – und ist doch so schwierig in der Umsetzung! Warum? Eine Strategie wie die von Warren Buffett erfordert viel Erfahrung und Disziplin. Die Versuchung besteht darin, sich in der Praxis nicht an die eigene Strategie zu halten. Denn die Medien und die Anlageberater überlagern mit ihren kurzfristigen Informationen die langfristigen Trend. Außerdem sollte jeder intelligente Investor einen Weg finden, wie er einen erfolgreichen Ansatz auf seine eigene Lebens- und Risikosituation anwendet, z. B. über Investmentfonds, die ähnlich wie Buffett agieren. So kann man auch mit kleineren Beträgen in Coca Cola oder IBM oder andere Blue Chips investieren und hat den Vorteil der Risikostreuung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Anlagestrategie.

Wolfgang Juds, CREDO Vermögensmanagement GmbH Nürnberg

Aktuelles Video bei Börse Stuttgart TV.

Hier finden Sie weitere Folgen von "Erfolgreich Geld anlegen: Was Sie als Anleger beachten sollten!

FOLGE 1: Was Sie als Anleger beachten sollten - hier klicken
FOLGE 2: Risiko ist nicht gleich Risiko - hier klicken
FOLGE 3: Die richtige Mischung macht's - hier klicken
FOLGE 4: Das Prinzip des Odysseus - hier klicken
FOLGE 5: Drohen uns Inflationsgefahren - hier klicken
FOLGE 5: Depotwachstum bei niedrigen Zinsen - hier klicken
FOLGE 6: Ist der Obama Effekt bereits verpufft - hier klicken
FOLGE 6: Ist der Obama Effekt bereits verpufft - hier klicken



Über CREDO Vermögensmanagement
Die CREDO Vermögensmanagement GmbH ist eine inhabergeführte und unabhängige Vermögensverwaltung in Nürnberg.  Inhaber Wolfgang Juds verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der Vermögensanlage. Außerdem hat er bereits vor 10 Jahren erfolgreich eine Privatkundenbetreuung für eine regionale Volksbank aufgebaut.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website von CREDO Vermögensmanagement: www.credo-vm.de





Kontakt | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Presse

Aktuelle Informationen rund ums Anlegen Ihres Vermögens - attraktive Tipps, Hints und Ratschläge

Kursdaten powered by Stock-World
Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen.