Meist geklickt
meldungen Zertifikate
Kolumnen
Anlegerschule
Finanzen & Börse Kolumne
Der amerikanische Burger-Krieg
02.03.2010 - Jedes Kind kennt sie. Und jedes Kind mag sie. Doch hinter der quietschbunten Kulisse der schier unzähligen Schnellrestaurants tobt der Burger-Krieg. Fakt hierbei: Das Zusatz-Geschäft mit Kaffee und Kuchen erwies sich für McDonald’s bislang als Volltreffer.
Im vierten Quartal des vergangenen Jahres kletterte der Umsatz der Fastfood-Kette trotz Wirtschaftskrise um stolze sieben Prozent – auch dank Kaffee und Kuchen. Logisch also, dass Konkurrent Burger King nun nachziehen will. Die vor kurzem verkündete Allianz mit Kaffee-Krösus Starbucks macht daher sicherlich Sinn. Und sicherlich kann Burger King in diesem neuen Segment auch einige Marktanteile von McDonald’s stibitzen. Kaum aufzuholen ist indes die starke Präsenz von McDonald’s in Schwellenländern. Weltweit unterhält das Unternehmen ca. 32.000 Filialen. Zum Vergleich: Burger King verfügt über ca. 12.000 Filialen.
In einer anderen Liga
Wo Burger King hinkommt, ist McDonald’s meist schon da. So plant Burger King, demnächst drei Filialen in Moskau zu eröffnen, während McDonald’s dort das erste Restaurant bereits zu Sowjetzeiten aufmachte. Kein Wunder also, dass McDonald’s auch nach Finanzzahlen in einer anderen Liga spielt. Im vierten Quartal des letzten Jahres erzielte man einen satten Umsatz von sechs Milliarden US-Dollar bei einem Überschuss von 1,2 Milliarden Dollar. Burger King brachte es im zweiten Geschäftsquartal, welches im Dezember endete, auf einen Umsatz von 645 Millionen Dollar bei einem Überschuss von 50 Millionen Dollar. Im Monat Januar konnte McDonald’s die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent erhöhen. Zuwächse im internationalen Geschäft konnten dabei den leicht rückläufigen Trend im Heimatmarkt mehr als ausgleichen.
Nicht billig
Wir gehen davon aus, dass McDonald’s auch in 2010 ein ordentliches Gewinnwachstum vorweisen kann. Trotz Wirtschaftskrise. Aufgrund einer gewieften Preis- und Produktpolitik dürfte sich das Unternehmen auch im Heimatmarkt trotz konjunktureller Schwierigkeiten behaupten. Die Aktie von McDonald’s ist daher kaum anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Mit einem KGV11e von 13,3 ist der Titel jedoch ebenso wenig ein Schnäppchen wie ein Big Mac zum regulären Preis. Doch die Aktie von Konkurrent Burger King ist mit einem KGV11e von 13,5 sogar etwas teurer, was die scheinbar etwas üppige Bewertung von Weltmarktführer McDonald’s wiederum relativiert. Kurzum: Für langfristig orientierte Anleger ist McDonald’s als defensive Depot-Beimischung eine Option.
Viel Erfolg mit Ihren Geldanlagen wünscht
Frank Sterzbach
Finanzen & Börse
www.finanzenundboerse.de
Abonnenten von Finanzen & Börse erhalten zweiwöchentlich einen aktuellen Newsletter mit Gewinn bringenden Informationen rund um das Themenspektrum Geldanlage, Börse und Finanzen – dies gratis und frei Haus. Unter www.finanzenundboerse.de kann man sich für den Börsenbrief gratis und völlig unverbindlich anmelden.






