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Anlegerschule
Wein Fortsetzung
Zahlreiche Finanzprodukte sind mittlerweile derart komplex, dass viele Anleger oftmals gar nicht die genaue Funktionsweise verstehen und folglich nicht wissen, in was sie eigentlich investieren. Dieses Problem stellt sich beim klassischen Weininvestment nicht. Vielmehr bietet sich für Weinfreunde die Möglichkeit, mit ihrer Leidenschaft für „gute Tropfen“ ihr Portfolio sinnvoll zu ergänzen. Da hochwertiger Wein international mittlerweile sogar als eigene Anlageklasse angesehen wird, hat sich der Markt in den letzten Jahren zunehmend organisiert, was u.a. auch zu der Etablierung eines Weinindex - dem Liv-ex 100 - geführt hat. Der Weinmarkt basiert dabei elementar auf dem Prinzip Angebot und Nachfrage. Ein begrenztes und mit der Zeit abnehmendes Angebot (durch Konsum) trifft auf eine- insbesondere im Stadium der Trinkreife- stetig steigende Nachfrage, was im Resultat zu höheren Preisen führt.
Als „Anlageobjekt“ eignet sich dabei nur ein verschwindend geringer prozentualer Anteil (unter 1%) der weltweiten Weinproduktion aus erstklassigen Jahrgängen. Den Schwerpunkt hierbei bilden die 5 Premier Cru Classé aus Bordeaux, die man auch gerne als die Blue Chips der Weinwelt bezeichnet. Bei der zu erzielenden Rendite sollten sich potentielle Anleger nicht von Rekordergebnissen blenden lassen, die einzelne Weine in der Vergangenheit auf internationalen Auktionen erzielt haben. Ein jährlicher Wertzuwachs von 8- 15% (vor Neben-kosten) erscheint letzten Studien nach jedoch realistisch. Ein oftmals nicht hinreichend gewürdigter Pluspunkt der Anlageklasse „Wein“ ist zudem die im Regelfall geringe Korrelation mit den Finanzmärkten.
Im Soge der weltweiten Finanzkrise sind jedoch auch die Preise für hochwertigen Wein unter Druck geraten, was deutlich macht, dass der Weinmarkt keine Einbahnstraße darstellt. Eine umfangreiche Information und Preisrecherche sollte daher immer am Anfang einer jeden Kaufentscheidung stehen. Zudem sollte man sich im Vorfeld überlegen, wo bzw. wie man die erworbenen Flaschen fachgerecht lagert, da dies sehr wichtig für die spätere Wertentwicklung des Weines ist.
Für den Fall, dass man sich nicht selbst um die Auswahl und Lagerung der Weine kümmern möchte, kommt die Anlage über einen Weinfonds in Betracht. Aber auch hier gilt es, sich im Vorfeld umfangreich über die Struktur und das Chance/ Risiko- Profil des Fonds zu informieren, damit es am Ende kein böses Erwachen gibt.
Auf der folgenden Seite haben wir wesentliche Grundsätze für ein Weininvestment für Sie zusammengestellt.
Autor: Thorsten Jodaitis, www.weinvestment.de.





