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08.12.2009 14:33:00 Uhr
WSJ: Ryanair wird wohl keinen Boeing-Großauftrag erteilen
WSJ: Ryanair wird wohl keinen Boeing-Großauftrag erteilen
Von Daniel Michaels
THE WALL STREET JOURNAL
BRÜSSELS (Dow Jones)--Der irische Billigflieger Ryanair sieht kaum noch Chancen, dem US-Flugzeughersteller Boeing einen Großauftrag zu erteilen. Es sei bedauerlicherweise nun sehr unwahrscheinlich, dass der Deal abgeschlossen werde, sagte der CEO der Ryanair Holdings plc, Michael O'Leary.
"Wir haben tatsächlich eine Vereinbarung über den Preis von 200 Flugzeugen erzielt. Aber Boeing will nun erneut über die Auslieferungsbedigungen verhandeln, die schlechter als die derzeitigen wären", sagte O'Leary und ergänzte, dass die Gespräche abgebrochen worden seien.
Der Ryanair-Board wird am 17. Dezember zusammenkommen. Sollte bis dahin keine Übereinkunft mit Boeing erzielt worden sein, wäre die Deal geplatzt.
Dieser Schritt könnte allerdings die Aussichten für das zukünftige Wachstum der Billigfluggesellschaft beeinträchtigen. Ryanair ist einer von Boeings größten Kunden unter den Fluggesellschaften. Ryanair hat über ein Jahr lang mit Boeing über die Konditionen für den Auftrag über 200 Maschinen des Typs 737 verhandelt.
Ein Sprecher von Boeing erklärte, das Unternehmen nehme keine Stellung zu laufenden Verhandlungen mit Kunden.
Sollten der Billigflieger und Boeing sich nicht auf einen Deal einigen können, will Ryanair nach Angaben von O'Leary die Expansionspläne drosseln. Dadurch würde die Auslieferung von mehreren Boeing-Flugzeugen des Typs 737, die in den vergangenen Jahren bestellt wurden, verschoben. Ebenfalls würden Kauf-Optionen für zehn 737-Modelle gestrichen und parallel dazu Barmittel an die Aktionäre ausgeschüttet.
Anfang November hatte O'Leary erklärt, der Großauftrag für Boeing sei möglicherweise gefährdet, und hatte dies mit der fehlenden Führungsstärke bei Boeing begründet. "Es ist sehr schwer zu wissen, wer die Entscheidungen trifft", hatte der Ryanair-CEO seinerzeit erklärt.
Im Juni hatte der europäische Flugzeughersteller Airbus erklärt, er verhandele mit Ryanair nicht über die Lieferung neuer Maschinen. "Wir führen keine Verhandlungen", sagte Airbus-Vertriebsvorstand John Leahy damals. Leahy begründete die Zurückhaltung von Airbus insbesondere mit den "unrealistisch niedrigen" Preisvorstellungen von Ryanair.
Webseiten: www.wsj.com
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-Von Daniel Michaels, Wall Steet Journal,
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December 08, 2009 08:33 ET (13:33 GMT)
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