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Zu Besuch bei ...H. Moser & CieDie etwas anderen Luxusuhren aus Schaffhausen
 

Zu Besuch bei ...
H. Moser & Cie
Die etwas anderen Luxusuhren aus Schaffhausen

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Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Bei H. Moser & Cie. gilt offenkundig das Prinzip der diskreten Raffinesse. Die feinen Armbanduhren aus Schaffhausen kokettieren fast ein wenig mit ihren „inneren Werten“, was zum kultivierten Understatement der Marke perfekt zu passen scheint.

Mehr sein als scheinen, könnte die Devise lauten, denn die technischen Besonderheiten, von denen manche sogar einzigartig in der Branche sind, sieht selbst der Kenner erst auf den zweiten Blick, wenn er die Werke dieser in kleinen Stückzahlen auf den Markt kommenden Uhren im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nimmt. Handelt es sich zum Beispiel um eine Uhr aus der Modellreihe „Henry“ mit dem Moser-Rechteckformwerk oder um das runde Modell „Mayu Fumé“ mit dem unverkennbaren, wie geräuchert anmutenden Zifferblatt, dann gehört zu diesen inneren Werten die „Straumann Double Hairspring Hemmung“. Ein typisches Beispiel für das erwähnte Prinzip der diskreten Raffinesse. Andere Hersteller bringen Armbanduhren mit filigranen Tourbillons zu Preisen im mittleren fünf- oder gar sechsstelligen Bereich auf den Markt. Keine Frage, das sind uhrmacherische Leckerbissen vom Feinsten. Nur wirklich Sinn machen sie nicht, denn das Tourbillon wurde von Abraham-Louis Breguet einst für Taschenuhren entwickelt. Deren Ganggenauigkeit sollte mit diesem kleinen Käfig erhöht werden.

Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Auch bei Armbanduhren kommt es aber darauf an, dass sich die Unruhspirale beim Schwingen nicht verzieht und der Schwerpunkt in der Achsenmitte bleibt. Ansonsten könnte die Schwerkraft der Erde dem feinen Uhrwerk und dessen Ganggenauigkeit einen Streich spielen. Um das zu verhindern, wird die Unruhspirale aus dem selbstkompensierenden Material Nivarox hergestellt und in der zweiten Ebene über der Spiralfeder die sogenannte Breguet-Endkurve angebogen. Klingt ziemlich technisch, doch wer einmal zuschauen durfte, welch ruhige Hände und welch hohes Maß an Geduld erforderlich sind, um „die Kurve zu kriegen“, weiß dieses Zeichen hoher Uhrmacherkunst besonders zu schätzen. Diese Breguet-Kurve sorgt dafür, dass der Schwerpunkt der Unruhspirale in der Achsenmitte bleibt. Das gelingt fast zu 100 Prozent. Aber eben nur fast. Um das allerletzte Quäntchen zur vollkommenen Perfektion beizusteuern, entwickelte Moser & Cie die erwähnte „Straumann Double Hairspring Hemmung“, benannt nach Reinhard Straumann, der das Nivarox-Material erfand und dessen Enkel Thomas Straumann heute mit 70 Prozent Mehrheitsaktionär der Moser Group AG ist.

Das Prinzip der Double Hairspring-Hemmung: Zwei Unruhspiralfedern gleicher Bauart werden so angeordnet, dass sich die eine Spirale beim Schwingen öffnet,
während die zweite sich beim gleichen Schwingungsbogen schließt. Der Effekt, den Breguet mit seinem Tourbillon weitgehend ausgleichen wollte, tritt somit erst gar nicht auf.

Moser will keine Manufaktur sein
Bei Moser ist eben alles ein wenig anders: Während sich andere Hersteller schon kühnster Argumente bedienen, um ihren Status als Manufaktur zu rechtfertigen, legen die Uhrenbauer aus Schaffhausen auf diesen Begriff keinen gesteigerten Wert. Im Gegenteil, das Ziel, beinahe alles selbst herzustellen, widerspricht letztlich der einstigen Philosophie von Heinrich Moser. Er war nämlich überzeugt, dass qualitativ hochwertige Uhren nur dadurch entstehen, dass die jeweils besten Zulieferer eng zusammenarbeiten. Jeder macht das, was er am besten kann. Bei Moser gehört zu diesen Spezialitäten zum Beispiel die Herstellung von komplexen Hemmungsbestandteilen.

Doch bei aller Freude an technischen Raffinessen: Bei Uhren spielen bekanntlich die Emotionen und damit nicht zuletzt die Anmutung eine wichtige Rolle. Höchste
Zeit also, sich mit den verschiedenen Moser-Modellen näher zu beschäftigen. Die Modellreihe „Mayu“, benannt nach Charlotte Mayu, der ersten Frau Heinrich Mosers, umfasst  mehrere Varianten eleganter und mit einem Durchmesser von 38,8 Millimetern etwas zurückhaltender Handaufzugsuhren mit einer besonders
ästhetischen Taschenuhrsekunde. Die Mayu-Uhren weisen eine Gangreserve von 80 Stunden auf. Wer wissen möchte, über wieviel Energie seine Uhr noch verfügt, muss durch das Saphirglasfenster auf die Werkseite schauen. Denn dort – auch ein Ausdruck von diskreter Raffinesse – befindet sich die Gangreserveanzeige. Eine „Mayu“ kostet zwischen 8.200 und 18.700 Euro.

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