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LACO in Pforzheim

LacoFliegeruhren üben nicht nur auf Piloten und solche, die gern welche wären, eine bemerkenswerte Faszinationskraft aus. Manche sprechen sogar von einem Mythos. Und das, obgleich sie ausgesprochen schnörkellos und maskulin wirken. Sie erreichen mitunter einen Durchmesser von 55 Millimetern und passen somit nur an die kräftigen Handgelenke gestandener Männer. Trotz all dieser Einschränkungen sind Fliegeruhren begehrter denn je. Für Originale aus den 1930er und 1940er Jahren werden auf Auktionen oft vier- oder sogar fünfstellige Summen gezahlt. Tatsächlich spiegeln sich in Fliegeruhren gleichermaßen Geschichte und Geschichten wider.

Sie erinnern an Zeiten, als das Fliegen noch ein Abenteuer war und Passagiere schon ein wenig Mut aufbringen mussten, wenn sie sich für den Luftweg entschieden. Zudem haben diese Original-Fliegeruhren zeitgeschichtlichen Charakter, wenngleich sie an schlimme Zeiten gemahnen. So trugen im Zweiten Weltkrieg Piloten der Luftwaffe diese Zeitmesser am Handgelenk. Aber Fliegeruhren lassen auch die vielen spannenden Geschichten nachempfinden, die verwegene Flugabenteurer einst in ihren fliegenden Kisten erlebten.

Es gibt kaum einen Hersteller, der heute keine Fliegeruhren in seiner Kollektion hätte. Nüchtern betrachtet, handelt es sich in den meisten Fällen lediglich um vergleichsweise einfache Uhren im Flieger-Design. Ein schwarzes Zifferblatt, weiße Indexe und Zeiger, eine griffige Krone, ein etwas derberes Lederarmband, das Ganze dann marketingtechnisch garniert mit einer netten Geschichte aus den Anfängen der Fliegerei – und schon ist die vermeintliche Fliegeruhr fertig. Kenner jedoch wissen um die kleinen, aber feinen Unterschiede. Neben den Original-Fliegeruhren, die international sehr begehrt und daher rar und teuer sind, gibt es zum einen die Replika-Modelle, die ihren historischen Vorbildern exakt nachgebaut werden. Sie überzeugen durch ihr klassisches, unverkennbares Design, sind aber im Vergleich mit den Originalen noch bezahlbar. In der dritten Gruppe finden sich die erwähnten Sportuhren, denen eine Fliegeroptik verpasst wird.

Zu den klassischen Fliegeruhren gehören fünf Fabrikate mit speziellen Kalibern, die seinerzeit vom deutschen Reichsluftfahrtministerium zugelassen wurden. Da ist zunächst die Fliegeruhr aus dem sächsischen Glashütte: Lange & Söhne baute damals seinen weithin geschätzten Piloten-Zeitmesser mit dem Kaliber 48/1. Die Firma Stowa im Nordschwarzwald stellte eine Fliegeruhr mit dem Unitas-Kaliber 2812 her, Wempe brachte einen Zeitmesser mit dem Thommen-Kaliber 31 auf den Markt, in dem Modell von IWC tickte das Kaliber 52 mit Zentralsekunde, und Laco in Pforzheim lieferte eine Fliegeruhr mit dem bis heute legendären Durowe-Kaliber D5. Wer Glück hat und über die nötige Liquidität verfügt, kann mitunter bei  bekannten Uhren-Auktionshäusern wie Antiquorum Original-Laco-Fliegeruhren (oder „Beobachtungsuhren“, wie sie seinerzeit hießen) aus den 1940er Jahren erstehen. Wer indessen nicht zum Kreis dieser Privilegierten zählt, hat immerhin die Möglichkeit, bei dem Schwarzwälder Uhrenhersteller eine Replika zu kaufen, die dem Original bis ins Detail nachempfunden wurde. Mit einem Unterschied: In den limitierten Replika-Modellen – lieferbar mit Automatik- oder Handaufzugsantrieb – tickt kein Durowe-Werk, sondern ein ETA-Kaliber A07.111. Dennoch wird vor allem die Variante mit dem Handaufzugswerk von eher puristischen Fliegeruhren-Freunden besonders geschätzt. Dafür gibt es zwei Gründe: Die schnörkellose Laco-Replika reicht sehr nahe an das Original von 1940 heran. Und zum zweiten verleiht die Tradition dieses Herstellers den Fliegeruhren ein gewisses Maß an Authentizität. Es wird eben keine seichte Marketing-Story erzählt, sondern echte Zeitgeschichte. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fertigte Laco bis zu 30000 Uhrwerke pro Monat. Während des Krieges wurden vor allem Flieger- und Beobachtungsuhren hergestellt.





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