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Zu Besuch bei ...Nomos Die „tan-geniale“ Manufaktur aus Glashütte
 

Zu Besuch bei ...
Nomos
Die „tan-geniale“ Manufaktur aus Glashütte

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Nomos TangomatWer erfahrenen Auktionatoren die Frage stellt, bei welchen Uhrenmarken realistische  Renditeaussichten bestünden, erhält eigentlich immer sie gleichen Antworten: Regelmäßig erzielten bestimmte Modelle von Rolex und Patek Philippe die höchsten Gebote. Die Nobelticker von Lange & Söhne sowie Panerai entwickelten sich ebenfalls recht gut, hin und wieder erreichten auch Vacheron Constantin und Audemar Piguet interessante Preise.

„Mag alles stimmen“, sagt Roland Schwertner, aber mitunter überraschten eben die Produkte kleinerer Manufakturen mit einem bemerkenswerten Maß an Werthaltigkeit. Welche Marke er dabei konkret im Sinn hat, lässt sich unschwer erahnen. Der gebürtige Düsseldorfer ist Gründer und persönlich haftender Gesellschafter von Nomos Glashütte. Und wer den Namen dieses Herstellers hört, der sich seit einigen Jahren als Manufaktur bezeichnen darf, denkt sofort an die Tangente, den Nomos-Klassiker schlechthin. Dass sich der Kauf einer solchen Uhr Anfang bis Mitte der 1990er Jahre schon mittelfristig als ein durchaus wertstabiles Investment erwiesen habe, beweise ein Blick in die einschlägigen Verkaufsplattformen im Internet, sagt Roland Schwertner. In den Jahren nach ihrer Lancierung kostete die Tangente weniger als 1.000 D-Mark. „Heute werden die Uhren von damals zum Beispiel bei E-Bay für 500 Euro und mehr gehandelt. Selbst wenn der Käufer kein Geld verdient hat, so entstand ihm zumindest kein Verlust“, sagt Schwertner, der zusammen mit Uwe Ahrendt das Unternehmen leitet.

Backfischrosa und Stracciatellagelb
NomosNoch mehr Grund zur Freude haben alle, die in der Vergangenheit in die Sondereditionen von Nomos investierten. Wie zum Beispiel in die 2004 auf den Markt gebrachte quietschbunte  „Super30“-Reihe des Erfolgsmodells Tangente. Was zunächst provozierte und möglicherweise manchen Zeitgenossen sogar irritierte, geriet am Ende zur erfolgreichsten Sonderedition des Unternehmens, die in kürzester Zeit ausverkauft war. „Super30“ stand für 30 Tangente-Uhren mit ziemlich farbenfrohen Zifferblättern. Nomos überraschte damals mit Zeitmessern, deren Farben zumindest ebenso ungewöhnlich waren wie ihre Namen: „Hausmausgrau“ hieß zum Beispiel ein Modell. Wer’s mochte, konnte sich auch für die Tangenten „Melonengrün“ oder „Stracciatellagelb“ entscheiden. Es gab aber unter anderem die Varianten „Rotkreuzschwesterweiß“, „Backfischrosa“ und „Waldmeistergrün“.

Alle Uhren dieser kunterbunten Sonderedition habe man damals auf einer Seite veröffentlicht und den Juwelieren präsentiert, berichtet Roland Schwertner. Sicher
ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Doch ziemlich schnell erkannte der Markt die Chancen dieser auf jeweils 100 Stück limitierten Uhren mit ihren so eigenwilligen
Namen. „Falls heute überhaupt noch eine Uhr aus dieser Reihe im Internet verkauft wird, liegt der Preis in der Regel deutlich über dem, den der Erwerber seinerzeit zahlte. Das hängt schlicht damit zusammen, dass es Sammler gibt, die ihre Super30-Kollektion komplettieren wollen und bereit sind, für die noch fehlenden Varianten etwas tiefer in die Tasche zu greifen“, sagt Roland Schwertner.

Die im Jahr 2009 lancierte Sonderedition des Modells Orion ist hinsichtlich der Limitierung noch einen Tick exklusiver, dafür aber weniger farbenfroh. Um präzise zu sein: Alle 20 Zeitmesser dieser Reihe sind auf 20 Exemplare limitiert und haben ein graues Zifferblatt. Damit feierte Nomos den 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Allerdings, wer die Uhren nebeneinander legt, erkennt sehr schnell die überraschenden Variationen von Grau. Ein faszinierendes Spiel mit farblichen Nuancen. Jedes dieser grauen Einheits-Modelle trägt den Namen einer ostdeutschen Stadt. Klar, dass die Orion „Glashütte“ als einzige im Reigen der Stahluhren in ein Goldgehäuse eingeschalt wurde. Aufgrund der strengen Limitierung – in dieser Form einmalig in der Unternehmensgeschichte – dürfte sich die Orion Einheits-Nomos wohl nicht eben als graue Maus erweisen, sondern ebenso wie viele andere Sondereditionen wertmäßig im Laufe der Jahre eher zulegen.

Beinahe jede Uhrenmarke hat ihre Fanclubs, die sich im Internet austauschen oder sich sogar regelmäßig treffen. Am aktivsten dürften dabei die Paneristi sein, also die Freunde der in ihren Ursprüngen italienischen Marke Panerai. Auch Nomos verfügt über eine eingeschworene Fan-Gemeinde mit informativen Foren im Internet. Die Uhren aus dieser Manufaktur, die ihren Hauptsitz im ehemaligen Bahnhof von Glashütte unterhält und ihre Zeitmesser in der Chronometrie in Halbhöhenlage über der sächsischen Kleinstadt zum Leben erweckt, diese Uhren also genießen längst Kultstatus. Vor allem natürlich die unverkennbare Tangente.

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