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Zu Besuch bei ...Rainer Nienaber  Die kreative Kraft des „Retroman“
 

Zu Besuch bei ...
Rainer Nienaber
Die kreative Kraft des „Retroman“

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Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Die meisten können es kaum erwarten, bis das Wochenende anbricht und sie für zwei Tage dem Arbeitsplatz den Rücken kehren dürfen. Rainer Nienaber indes tickt anders. Er sehnt fast schon den Montagmorgen herbei, wenn er in sein kleines Atelier im westfälischen Bünde zurückkehren und seiner Kreativität freien Lauf lassen kann.

Oft fehlt ihm die Geduld, die Wochenendtage arbeitsfrei zu überstehen. Dann ist er auch schon mal sonntags an seinem Uhrmachertisch anzutreffen, um neue Ideen umzusetzen oder um eine der jährlich rund 50 Uhren zu bauen, für die sich in Deutschland und im benachbarten Ausland in den vergangenen Jahren eine wahre Fangemeinde gebildet hat. „Mich treibt eine große kreative Energie an. Ich muss ständig schaffen und erschaffen“, sagt Rainer Nienaber, Gründer und Inhaber seines Ein-Mann-Unternehmens in der Bahnhofstraße der ehemaligen Zigarrenstadt. Und er liefert gleich ein sehr anschauliches Beispiel für diese kreative Kraft: Anfang Oktober 2009 feiert er „25 Jahre Nienaber-Uhren“. Versteht sich, dass er zu diesem Anlass etwas ganz Besonderes bieten musste. Also baute er eine Einzeiger-Uhr, deren Zifferblattgestaltung dem Drehzahlmesser eines alten Maserati nachempfunden wurde. Den Zeitmesser stattete er mit einer Anterograd-Anzeige aus, die selbst für viele Uhrenfreunde erklärungsbedürftig erscheint. Der Stundenzeiger dreht ganz langsam seine Runde und überspringt locker das Segment bei „12 Uhr“ mit der Aufschrift „Nienaber/Bünde“. Anschließend beginnt er den zweiten 12-Stunden-Lauf. Angetrieben wird diese Uhr von einem modifizierten Unitas-Kaliber 6325. Gerade einmal drei Exemplare dieses außergewöhnlichen Zeitmessers stellte Nienaber her – und versteigerte sie zu seinem Jubiläum für einen guten Zweck.

Bekannt wurde der westfälische Uhrenbauer aber wegen einer anderen Spezialität. Wann  immer man unter Kennern den Namen Nienaber erwähnt, ist die Reaktion die gleiche: „Ach ja, Rainer Nienaber aus Bünde – der mit den retrograden Uhren“. Kein Wunder also, dass er sich selbst schon mal als „Retroman“ bezeichnet, was im konkreten Fall nichts mit ausgeprägter Nostalgiesucht zu tun hat. Die  retrograde Anzeige stellt gewissermaßen etwas Sprunghaftes in der Uhrmacherei dar. Normalerweise wandern Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger über das Zifferblatt – von „12 Uhr“ beziehungsweise „60-Minuten oder –Sekunden“ einmal die Runde und dann wieder von vorn. Bei der retrograden Anzeige hingegen sind die Zifferblattindikatoren für die Uhrzeit nicht kreisförmig angeordnet, deshalb muss der Stundenzeiger um „12 Uhr“ in die Position „0“ und der Minutenzeiger nach 60 Minuten wieder in die Ausgangslage zurückspringen.

„In den vergangenen Jahren habe ich mich auf Uhren mit retrograden Anzeigen spezialisiert und dabei viel Know-how aufgebaut, so dass ich in aller Bescheidenheit in dieser Nische mittlerweile eine hohe Reputation genieße. Da macht mir keiner so schnell etwas vor“, gibt sich Rainer Nienaber selbstbewusst. Er weiß aber auch, dass er mit seinen Uhren nicht zu Everybody’s Darling avancieren kann: „Die einen Kunden sind sofort begeistert und greifen zu, andere wiederum können mit meinen Uhren nichts anfangen. Bei aller Uhren-Begeisterung haben wir uns doch alle glücklicherweise einen individuellen Geschmack bewahrt.

„Mit Händen schaffen. Nicht nur Tasten drücken“
Wie kommt ein gelernter Werkzeugmacher auf die Idee, sich als Einzelkämpfer selbstständig zu machen und so spezielle Uhren zu fertigen? Hier die ganze Geschichte: Nach der Werkzeugmacherlehre und seiner Zeit bei der Bundeswehr war Nienaber auf der Suche: „Mir war klar, ich wollte etwas mit den Händen schaffen und erschaffen. Im Büro zu sitzen und Tasten zu drücken – das hätte mich auf Dauer nicht erfüllt“. Und also sah sich der junge Nienaber aus Bünde nach Alternativen um. Eine Tätigkeit als Graveur zum Beispiel. Oder als Uhrmacher. Nienaber entschied sich für die Zeitmesser und begann eine Uhrmacherlehre bei einem Juwelier im benachbarten Herford. „Anschließend arbeitete ich bei verschiedenen Juwelieren in der Region und legte im Jahr 1981 meine Meisterprüfung ab, wobei ich sagen muss, dass mir bei meiner Tätigkeit als Uhrmacher immer meine Ausbildung als Werkzeugmacher zustatten kam“, erinnert sich der Uhrenbauer.

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