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Zu Besuch bei ...Richard und Kristina Habring Habring²: Raffinierte Uhren aus Kärnten
 

Zu Besuch bei ...
Richard und Kristina Habring
Habring²: Raffinierte Uhren aus Kärnten

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Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Kein schlechter Arbeitsplatz für kreative Köpfe: Vom lichtdurchfluteten Atelier im vierten Stock eines Hauses im Kärntner Städtchen Völkermarkt wandert der Blick
über eine pittoreske Landschaft hinüber zu den von der Sommersonne strahlend in Szene gesetzten Karawanken. Gleich hinter dem nächsten Berg, der zum Greifen nahe scheint, beginnt Slowenien. Dann ist es nicht mehr weit zur Adria. Im Atelier hat es sich auch der Vierbeiner des Hauses hinter den großen Fenstern bequem
gemacht, um die ersten wärmenden Strahlen zu genießen.

Wir befinden uns in der vielleicht kleinsten Uhrenmanufaktur der Welt. Wie klein, darauf lässt bereits der Markenname schließen: Habring². Das Familienunternehmen besteht aus Richard Habring und seiner Ehefrau Maria Kristina – beide gleichberechtigte Partner, aber mit einer klaren Aufgabenteilung. Der Uhrmachermeister und Konstrukteur Richard Habring ist verantwortlich für den gesamten technischen Bereich und die Fertigung, seine Frau leitet die Geschäfte und kümmert sich um die Bereiche Marketing und Kundendienst.

Uhren aus Österreich? Für den einen mag das etwas exotisch klingen, was natürlich einen gewissen Charme birgt. Andere hingegen, die sich mit der Geschichte dieser Branche etwas intensiver beschäftigt haben, denken an die große Tradition der österreichischen Uhrmacherei, die ihre Wurzeln allerdings nicht in Kärnten, sondern in Graz, Wien und im Raum um das niederösterreichische Karlstein an der Thaya hatte. Heute ist dies nur noch ein Stück Wirtschaftsgeschichte, denn seit Ende des 19. Jahrhunderts spielt die Uhrenindustrie in Österreich keine Rolle mehr.

Die weltweite Habring-Familie
Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Das könnte sich nun zumindest im kleinen Umfang ändern: Seit 2004 bringen Richard und Maria Kristina Habring anspruchsvolle Armbanduhren auf den Markt, auf deren Zifferblättern nicht nur der Markenname Habring² prangt, sondern ebenfalls der dezente Hinweis auf die Provenienz: Austria. Die Jahresproduktion (sofern man in diesem Zusammenhang überhaupt von einer „Produktion“ sprechen darf) ist mit 50 Uhren ausgesprochen überschaubar. „Wir wollen gesund wachsen und unseren Prinzipien treu bleiben“, betont Maria Kristina Habring. Der Kreis der Träger dieser Uhren ist klein und daher höchst exklusiv. Von einer „Habring-Familie“ spricht das Unternehmer-Ehepaar. Und die ist weit verstreut. Vor allem in Singapur sorgten Habring-Uhren von Anfang an für Aufmerksamkeit, mittlerweile erhielt die „Familie“ jedoch auch Zuwachs aus Europa und den USA. Längst sind überdies in den einschlägigen Uhrenmagazinen umfassende Berichte über die Mikro-Manufaktur erschienen, wobei man natürlich trefflich darüber streiten kann, ob es sich im klassischen Sinne um eine Manufaktur handelt. Denn trotz erstaunlicher Fertigungstiefe kauft Habring² natürlich Teile hinzu, wie etwa Gehäuse, Zifferblätter oder Zeiger. Im Inneren der Uhren ticken Werke, die als „Ebauches“ (Rohwerke) geliefert, modifiziert und veredelt werden.

Wie kommt man auf die Idee, trotz des scharfen Wettbewerbs durch internationale Luxusuhren-Konzerne, die über millionenschwere Marketingetats verfügen, eine neue Uhrenmarke aus der Taufe heben zu wollen? Und vor allem: Mit welchem Konzept ist Habring² der durchaus erfolgreiche Start geglückt? Wie so häufig, kamen mehrere Faktoren zusammen. Bei Richard Habring war es zum einen die früh entdeckte Leidenschaft für uhrmacherische Finessen der besonderen Art. Während und nach seiner Ausbildung an der renommierten Uhrmacherschule in Karlstein an der Thaya baute Richard Habring schon tickende Meisterwerke. So zum Beispiel einen  selbst entworfenen und realisierten Minutentourbillon in einem winzigen Stabwerk. „Während sich die Kollegen in ihrer Freizeit anderweitig vergnügten, machte es mir Spaß, Tourbillons zu bauen“, sagt Habring.

Er stieg damit sehr früh in die Königsklasse der Uhrmacherkunst auf, was ihm den Weg zu einigen der ersten Adressen ebnete. In den folgenden Jahren kam es zu zwei geradezu schicksalhaften Begegnungen, ohne die es Habring² heute vermutlich gar nicht gäbe. Bei IWC in Schaffhausen, die damals gemeinsam mit Lange & Söhne und Jaeger LeCoultre zum LMH-Konzern gehörte (heute Richemont-Group), arbeitete Habring in der Entwicklungsabteilung für Günter Blümlein – einen der prägendsten und innovativsten Köpfe  der Uhrenindustrie in den vergangenen Jahrzehnten. Blümlein war es, der Habring nachdrücklich empfahl, sich selbstständig zu machen. Als dann der legendäre IWC-Chef viel zu früh im Jahr 2001 starb, kam es für Habring zur zweiten schicksalhaften Begegnung: Er war zwischenzeitlich bei Lange & Söhne in Glashütte zuständig für Schulungen und den Aufbau des weltweiten Kundendienst-Netzwerkes. In Dresden lernte er seine spätere Frau kennen. Schon bald hatte das junge Ehepaar die Idee, im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam etwas zu unternehmen. „Andere kaufen sich eine Eigentumswohnung, wir versuchten, eine Uhrenmarke aufzubauen“. Allerdings folgten Richard und Maria Kristina Habring der bewährten Empfehlung, nicht alles auf ein Pferd zu setzen. So ruht die Firma Habring heute auf drei Säulen: Neben der Uhrenproduktion (Habring²) verdient das Kleinunternehmen sein Geld mit Uhren-Consulting für namhafte Hersteller und mit dem klassischen Großhandel mit Werkzeugen, Ersatzteilen und anderen Dingen, die Uhrmacher für ihre Arbeit brauchen.

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