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Zu Besuch bei ...Stefan KudokeDie Kunst des Skelettierens
 

Zu Besuch bei ...
Stefan Kudoke
Die Kunst des Skelettierens

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Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Zu den wichtigsten Werkzeugen von Stefan Kudoke gehört seine kleine Uhrmachersäge, die einer Laubsäge sehr ähnelt. Mit ihrer Hilfe fertigt der Uhrmachermeister und studierte Betriebswirt in seinem kleinen Atelier am Stadtrand von Frankfurt an der Oder Uhren, die man ohne werbeträchtige Übertreibung als einzigartig bezeichnen darf. Immerhin handelt es sich bei jeder einzelnen um ein Unikat, in dem viel Arbeit und Kreativität stecken.

Stefan Kudoke, Gründer des gleichnamigen Unternehmens, gehört zu den ganz wenigen in Europa, die sich auf das Skelettieren von Uhrwerken und Zifferblättern spezialisiert haben und dabei ausschließlich auf Handarbeit setzen. Dadurch entstehen kleine mechanische Kunstwerke, die eigentlich viel zu schade sind, um nur die Zeit anzuzeigen. Die von Kudoke mit viel Liebe zum Detail und entsprechend hohem Zeitaufwand veredelten Werke laden gleichsam  ein, mit den Augen „spazieren zu gehen“. Die Skelettierung von Werk und Zifferblatt sorgt für den nötigen Durchblick. Der Betrachter taucht ein in einen feinmechanischen Mikrokosmos aus Rädchen, Brücken, Federn, Kloben und gebläuten Schrauben. Damit nicht genug: Das skelettierte Uhrwerk erhält anschließend eine individuelle Gravur – ganz nach Kundenwunsch und natürlich ebenfalls von Hand. Diese Arbeit ist so filigran, dass Stefan Kudoke in der Regel ein spezielles Mikroskop einsetzen muss. Die galvanische Behandlung am Ende des Veredelungsprozesses sorgt schließlich für die faszinierenden Farbeffekte, die von einer solchen individuellen Uhr ausgehen. Je nach Kundenwunsch, werden die Einzelteile mit Gold, Silber oder Rhodium galvanisiert. „Seit einiger Zeit ist Schwarzrhodium besonders gefragt“, berichtet Kudoke. Und in der Tat: Das damit behandelte Uhrwerk lässt die erwähnten Farbeffekte, die von den Goldchatons, den gebläuten Schrauben und weiteren goldenen Akzenten ausgehen, besonders ästhetisch anmuten. Kaum verwunderlich also, dass die mit Rhodium galvanisierte Kudoke-Uhr den Namen „Black Beauty“ trägt. Eine schwarze Schönheit ist sie allemal.

Wer zu Stefan Kudoke will, braucht entweder ein Navigationsgerät, dessen Kartenmaterial sich auf dem neuesten Stand befindet, oder aber einen Taxifahrer, der wirklich jeden versteckten Winkel in Frankfurt an der Oder kennt. Sicherheitshalber gibt der Kleinunternehmer seinen Besuchern vorab schon einmal eine Orientierungshilfe: Von der Hauptstraße in einen unscheinbaren Weg abbiegen, dann nach ein paar hundert Metern rechts auf ein gelb-rotes Haus achten. Dort wohnt und arbeitet Stefan Kudoke. Und sein Hund bewacht das Atelier. Unser Taxifahrer, dem wir am Hauptbahnhof von Frankfurt (Oder) unser gewünschtes Ziel nannten, schaute uns zunächst ratlos an und musste sich erst bei seinen Kollegen kundig machen. „Diese versteckte Lage hat durchaus Vorteile“, schmunzelt Kudoke. Immerhin befinde man sich nicht exponiert auf einem Präsentierteller und wecke keine Begehrlichkeiten von Zeitgenossen, die nichts Gutes im Schilde führten.

Zum Vergrößern auf das Bild klicken!Kudoke und die Uhren – ein Verhältnis der ganz besonderen Art. Es bestätigt einmal mehr die These, wonach jeder, der von der Begeisterung für edle Zeitmesser erst einmal infiziert wurde, ihr ein Leben lang verfallen ist. Kudoke, Jahrgang 1978, lernte sein Handwerk in einer klassischen Uhrmacherwerkstatt in seiner Heimatstadt. Dabei profitierte er vom Know-how zweier renommierter Uhrmachermeister. Als Landessieger Brandenburgs und Dritter des Bundeswettbewerbs der Handwerksjugend im Uhrmacherhandwerk wurde er in die „Bundesbegabtenförderung Berufliche Bildung“ aufgenommen. Diese Referenzen öffneten ihm schon in jungen Jahren die Türen zu den namhaftesten Uhrenmanufakturen der Welt. Bei Glashütte Original – einem Unternehmen der Swatch-Group – arbeitete er im Atelier für Komplikationen und Prototypenbau. Mit 22 Jahren legte er seine Meisterprüfung ab und studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und Irland mit den Schwerpunkten Marketing und Design. Wen kann es bei dieser Vita noch wundern, dass Stefan Kudokes Diplomarbeit mit Uhren zu tun hatte? Das Thema lautete: „Markt- und Wettbewerbsanalyse mechanischer Luxusuhren unter besonderer Berücksichtigung des Five Forces-Modells nach Porter“.

Zusätzliche berufliche Erfahrungen sammelte Kudoke in New York bei Breguet, Blancpain und Omega, also weiteren „ersten Adressen“ der Swatch-Group. Doch so hilfreich ihm die Arbeit für einen der führenden Uhrenkonzerne der Welt auch war, so sehr reizte es ihn, eigene Uhren zu entwerfen. Damit begann er bereits parallel zu seiner Ausbildung - und legte den Grundstein für die spätere Gründung der Marke „Kudoke“.

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